Mittwoch, 16. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 6

So langsam komme ich mir in meinem eigenen Blog vor wie einer dieser Gesundheitsapostel, es tut mir leid, wenn ich auch bei euch so rüberkomme. Darum geht es mir gar nicht. Also schon um Gesundheit, um meine eigene, aber jede(r) muss ihren/seinen eigenen Weg finden, mit dem er klar kommt. 
Mir geht es mit meiner persönlichen 50 Tage Challenge mehr darum, einmal für mich festzulegen und zu definieren, welche Dinge mir wichtig sind, um in meinem Beruf als Autorin weiter zu kommen bzw. auf den Füßen zu bleiben, auch wenn die Branche einem manchmal den Boden unter selbigen wegziehen möchte. 
Und prompt tappe ich schon wieder in meine eigene Falle - ich schiebe Schuld von mir zu anderen, diesmal zur Buchbranche. Und genau das will ich nicht mehr tun. Wem du die Schuld gibst, dem gibst du die Macht. Ich muss es mir immer wieder neu sagen, fast wie ein Mantra, weil es so viel leichter ist, die Schuld bei anderen zu suchen oder sich auf der Schuld anderer auszuruhen. 

Schuld daran, dass ich mich viel zu wenig bewege, oft Kopfschmerzen und Rückenschmerzen habe, ist mein sitzender Beruf. Muss man ja träge und übergewichtig werden, wenn man den ganzen Tag sitzt. Das zumindest habe ich mir jahrelang gesagt. Und dabei ziemlich erfolgreich verdrängt, dass es eine Zeit in meinem Leben gab, in der ich täglich zwei Sportarten für Triathlon-Wettkämpfe trainiert habe, in der ich Marathon gelaufen bin, in der ich ca. 15 KG leichter war. Und das nicht etwa, weil ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun hatte, sondern trotzdem ich in dieser Zeit als Rechtsanwältin täglich viele Stunden hinter dem Schreibtisch in einem Büro gesessen habe. Es liegt also nicht am Beruf, sondern einzig und allein an mir. Und das soll sich ändern.

• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten
• Finanzjournal
• 3 Liter Wasser täglich
• 10.000 Schritte 

Ich werde allerdings nicht zurückkehren zum Leistungssport. Weniger mangels Zeit als mehr mangels Lust. Früher hat mich der Spaß am Wettkampf angetrieben, der Wunsch, mich zu verbessern, die Latte noch ein Stückchen höher zu legen. Diese Zeit ist für mich vorbei, der Hunger ist gestillt. Was mir geblieben istt: die Lust am Radfahren und die Freude am Draußensein.  


Mit dem Rad erledige ich inzwischen fast alle größeren Wege, selbst im Zug nehme ich das Rad oft mit, um dann am Zielort mobil zu sein. Jetzt möchte ich mich auch zu Fuß wieder mehr bewegen. Ein erstes Ziel, an dem ich seit einiger Zeit arbeite, sind 10.000 Schritte täglich. Ich habe schon gemerkt, dass ich dazu etwas mehr tun muss, als nur vom Schreibtisch zum Kühlschrank und zurück zu laufen. Ich habe damit begonnen, zu meiner Arbeitsstelle zu laufen, statt mit dem Rad zu fahren (nur ca. 3 KM), ich gehe oft am Abend noch mal eine kleine Runde um unseren Block, um mein Ziel auch wirklich zu erreichen. Für viele von euch mag das lächerlich sein. 10.000 Schritte sind nun wirklich keine sportliche Herausforderung. Aber ich spüre schon die Veränderung, denn es jeden Tag wieder und wieder zu schaffen, ist an manchen Tagen gar nicht so einfach. Steigern kann man sich immer noch. Aber selbst ein Marathon beginnt irgendwann mit dem ersten Schritt.





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