Sonntag, 9. Februar 2020

Mein Bullet-Journal 2020

Ich wurde jetzt mehrfach auf Instagram darauf angesprochen, deshalb heute nochmal ein paar Zeilen zu meinem Bullet-Journal.
Ein Notizbuch- und Listenfreak war ich schon immer, so ganz nach dem Motto: Wer schreibt, der bleibt. Dass meine Listen dabei auch oft bleiben statt irgendwie bearbeitet zu werden, steht im wahrsten Sinne des Wortes auf einem anderen Blatt.
Bis vor einigen Jahren hatte ich gefühlt einhundertdrölfzig verschiedene Notizbücher, je nach Stimmung und Entwicklungsstand waren darunter ein Notizbuch für die Morgenseiten, ein Erfolgstagebuch, ein To-Do-Listen-Buch, ein Haushaltsbuch, ein Buch für Ideen und Skizzen in meinem Beruf als Autorin, ein Notizbuch für unterwegs, falls mich DIE Bestselleridee ausgerechnet dort überfiele, ein Kalender natürlich und noch allerhand mehr.
Ich habe eine komplette Regalwand gefüllt nur mit diesen Journalen.
Dann kam das Bullet in meinen Kopf und in mein Herz. Das war vor drei Jahren. Seitdem führe ich regelmäßig, mal mehr, mal weniger hübsch, ein Bulletjournal und ich bin dermaßen glücklich damit, dass ich es schon einigen MenschInnen in meinem Umfeld ans Herz gelegt und auch schon einige damit angesteckt habe.
Die meisten von Euch wissen, was ein Bullet Journal ist. Denen, die es nicht wissen, empfehle ich mal den Hashtag #bulletjournal oder #bulletlove bei Instagram einzugeben und dann einfach nur zu staunen. Oder aber mal einige Youtube-Videos hierzu anzuschauen.

Vereinfach gesagt ist ein Bullet-Journal ein Journal, das all die Dinge, die ich oben aufgeführt habe, in sich vereint. Alles - tatsächlich!
Oder wie Ryder Carroll, der Erfinder des Bulletjournals es sagt: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft.  Dazu kommt jetzt eine Entwicklung, die ursprünglich von , Ryder Carroll, so nicht vorgesehen war, nämlich der Drang, all diese Einträge und Tracker und Termine und Übersichten auch noch möglichst hübsch zu verpacken bzw. zu gestalten.

Ich sage es gleich vorweg: Ich gebe mir auch ab und an Mühe mit den Einträgen, habe Freude daran, sie besonders nett zu gestalten, aber ich kann (und will) mich in keiner Weise messen mit den (überwiegend) Mädels, die nahezu perfektes Handlettering beherrschen und ihre Bullets zu wahren Schmuckstücken machen.
Trotzdem gehört auch für mich das Gestalten und Zeichnen ein Stück weit dazu. Denn - und das ist das Entscheidende für mich: Es ist unglaublich entspannend, mit ein paar Buntstiften am Küchentisch zu sitzen und den nächsten Monat zu planen oder größere Projekte erstmal zeichnerisch umzusetzen, bevor es an die konkrete Umsetzung geht. Das Malen, das Zeichnen, das Kleben entspannen mich unglaublich und tun mir richtig gut.

Das zweite Tolle an meinem Journal ist: Ich habe tatsächlich alles immer dabei. Mein Leben ist mit zwei Berufen, etlichen Lesungen und Workshops, fünf Kindern, einen Riesenhaushalt ziemlich turbulent und vollgepackt. Termine und Projekte sind sich mehr als oft gegenseitig im Weg und müssen geschickt koordiniert werden. Dabei hilft mir mein Bullet. Und nicht nur dabei, nicht den Überblick zu verlieren, sondern auch dabei, mich selbst nicht zu verlieren. Deshalb tracke ich auch ganz bewusst ein paar Dinge, die mir selbst gut tun und die ich nicht im Alltagsstress vergessen will.

Ich hänge euch mal ein paar Bilder an, damit Ihr Euch eine Vorstellung machen könnt. Die Hardcore-Bullet-Journal-Schreiber planen übrigens immer maximal den nächsten Tag oder die nächste Woche. Von dieser Variante bin ich wegen meiner vielen Lesungstermine etc. abgewichen, ich plane schon grob immer das jeweilige nächste Quartal vor. Und nebenbei noch vieles andere.

Guckt einfach mal hier und probiert es aus! Ein Bullet-Journal zu führen, macht Spaß, entspannt und ist unglaublich hilfreich bei der Erstellung von Listen, der Planung von Projekten und der Ordnung des ganz normalen Chaos`.

Eine Wunschliste nur für mich

Ich teste gerade Intervallfasten

Einfach mal die gelesenen Bücher tracken

So sah mein Januar aus

Und manchmal eine Seite nur für die Seele

Im Februar probiere ich mal eine Trennung zwischen To Do und Terminen

Die Schreibmaschine musste einfach ins Bullet

Das Deckblatt für den März hat mir bisher am meisten Entspannung gebracht


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