Freitag, 13. Dezember 2019

Vom Aufhören und von Neuanfängen

Heute nur ein kleiner Zwischenbericht, weil sich gerade so viel tut in meinem Leben, dass ich mit dem Bloggen kaum hinterher komme. Ihr seht, ich habe den Hintergrund einstweilen ein wenig dem bevorstehenden Winter angepasst, aber auch das wird nur vorübergehend sein, denn auch im Design von Blog und Homepage wird sich einiges ändern.
Spätestens zum Frühjahrsputz gibt es ein neues Blogdesign, eine frische Homepage und noch ein paar weitere Neuigkeiten, von denen ich heute aber noch nichts verraten will. Nur so viel: ihr dürft gespannt sein.
Die Zeit vertreibe ich euch bis dahin mit ein paar Änderungsvorschlägen, die ihr auf euer eigenes Leben anwenden könnt. Oder die ihr euch mal bei einem Glas Sekt zum Jahresende durchlesen und verinnerlichen könnt.
Ich habe euch ja erzählt, dass ich viel Zeit damit verbringe, verschiedene Podcasts zu hören. Dabei bin ich heute über einen Beitrag eher zufällig gestolpert, der mich sehr berührt hat und den ich euch nicht vorenthalten möchte.
Kerstin Wemheuer von "F***einfachmachen" spricht in ihrem Podcast vom 29. November 2019 über 13 Dinge, die man sofort nicht mehr tun sollte.
Einfach deshalb weil unsere Lebenszeit viel zu begrenzt ist, um sie mit schlechten oder negativen Dingen zu füllen.

© Gerd Altmann

Ich liste euch die 13 Dinge hier einmal auf und verlinke euch auch den Beitrag. Lasst die Vorschläge einfach mal auf euch wirken, hört den Podcast, wenn ihr Lust habt oder schreibt eure eigene Liste der Dinge, die ihr euch zuliebe in Zukunft weglassen wollt.

Diese Liste von Kerstin ist übrigens entstanden, weil sie auf einem Seminar einer ganz besonderen Armbanduhr begegnet ist: die Armbanduhr zeigt nicht die Zeit an, sondern man kann auf ihr die (theoretische) verbleibende Lebenszeit ablesen. Gruselig? Ja. Aber vielleicht haben wir alle ab und zu diesen A****tritt nötig, um unser Leben nicht länger sinnlos zu verplempern oder mutwillig zu verkürzen. Denkt mal drüber nach.

Und hier die Vorschläge von Kerstin:

HÖR AUF 

  1. mit schlechter Ernährung
  2. mit schlechten TV-Sendungen
  3. mit schlechten Gesprächen
  4. mit schlechten Beziehungen
  5. mit einem schlechten Job
  6. damit, Dinge aufzuschieben
  7. mit Perfektion
  8. mit schlechten inneren Dialogen
  9. damit, zu mutmaßen, was andere über dich denken könnten
  10. darauf zu warten, dass deine Angst vergeht
  11. zu jammern und immer anderen (Dingen) die Schuld zu geben
  12. dich ständig mit anderen zu vergleichen
  13. damit, den Fokus immer auf das zu richten, was nicht funktioniert
Den kompletten Beitrag könnt ihr hören unter: https://www.wemheuer.de/blog/dinge-die-du-nicht-mehr-tun-solltest

Viel Spaß damit!


Montag, 25. November 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 12 - 47

Ihr Lieben,
jetzt bin ich selbst erschrocken, wie lange ich hier nichts mehr gepostet habe.
Da ist mir das Leben mal wieder gründlich dazwischen gekommen - in Form von grippalen Infekten, vielen Lesungen, Schreib- und Abgabeterminen, Vorweihnachtsstress im Buchladen und und und...
Trotzdem habe ich an meinem 50 Tage-Plan ganz gut festgehalten und will Euch wenigstens noch ein Stück weit mitnehmen und erzählen, wie es mir weiter ergangen ist und welche Routinen ich noch umsetzen konnte.

Bis zu Tag 11 hatte ich Euch folgende Routinen und Vorhaben vorgestellt:

• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten
• Finanzjournal
• 3 Liter Wasser täglich
• 10.000 Schritte 
• regelmäßig bloggen
• regelmäßig Instagram
• wöchentlich 20 Aussendungen

Das mit den 8 Stunden Schlaf täglich klappt nicht immer, aber meistens, weil ich sehr genau darauf achte, möglichst rechtzeitig schlafen zu gehen. Und - es tut mir gut, auch wenn ich anfangs oft dachte, ich könnte doch jetzt am Abend noch dieses oder jenes erledigen. Aber ich komme wesentlich besser durch den Tag, seit ich mich bemühe, diesen Schlafrhythmus weitgehend einzuhalten. Auch die Morgenroutinen, die Stunde für mich jeden Morgen habe ich beibehalten, auch wenn ich dafür manchmal verdammt früh aufstehen muss. Aber nach acht Stunden Schlaf ist auch das kein Problem. 
Morgenseiten und Finanzjournal habe ich ebenfalls weiter geführt, mit dem Finanzjournal bin ich inzwischen durch, dazu erzähle ich Euch später einmal mehr, weil es absolut faszinierend ist, wie mir das Journal dabei geholfen hat, meinen finanziellen Kram auf die Reihe zu kriegen.
3 Liter Wasser - nun ja. Es fällt mir schwer. Nach wie vor. Aber ich bin dran und bemühe mich, weil auch das mir eigentlich gut tut.
Die 10.000 Schritte schaffe ich meistens - nicht immer - aber eben doch sehr sehr oft, weil ich ja nur noch ohne Auto zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs bin. Ich würde gerne noch mehr rauskommen, wandern, joggen, da muss ich mir noch etwas einfallen lassen, damit ich dafür auch die Zeit finde.

Zum regelmäßigen Bloggen sage ich jetzt mal nix, gelobe aber Besserung. Hier sind so viele Dinge gerade im Hintergrund in Arbeit, dass ich Stoff für mehrere Posts täglich hätte, ich versuche, alles im Auge zu behalten und Euch nach und nach davon zu berichten.

Instagram: Tja - viele von Euch haben es schon gemerkt. Meinen Instagram-Account gibt es nicht mehr. Es ging mir nach einer Weile mit Instagram genauso wie mit allen anderen Social Media Portalen, ich war gestresst und genervt. Ich habe an mir selbst beobachtet, dass mein erster Griff am Morgen zum Smartphone war, wo ich mich durch die Fotos und Beiträge der anderen User gescrollt habe. Dann hatte ich plötzlich das Gefühl, schon bei jeder Tasse Kaffee zu überlegen, wie ich die wohl so fotografieren könnte, dass auch andere sie toll finden, wie ich mich am besten als Autorin in Szene setze, wie ich andere mit Bildausschnitten an meinem tollen, bunten, vielseitigen Autorenleben teilhaben lasse ... keine Frage - mein Leben ist bunt. Aber will ich es wirklich dauernd mit der Öffentlichkeit teilen? Mir wurde alles plötzlich zu viel. Dieses dauernde Starren auf Followerzahlen, dieser Kampf um #Hashtags und Reichweite, dieses Gefühl, die Welt nur noch durch die Kamera meines Smartphones zu betrachten. Ich  einen Schnitt gemacht und meinen Account gelöscht. Und es geht mir verdammt gut damit.
Ich habe nicht nur sehr viel Zeit gewonnen, sondern auch wieder einen anderen Blick auf die Dinge. Ich sehe schöne Dinge, fotografiere auch manche, aber ich muss sie nicht mehr mit der Welt teilen. Ich lerne wieder, sie ganz für mich alleine zu genießen, ganz ohne Likes und Herzchen und Daumen hoch. Das hat mir gefehlt. 
Für mich habe ich vorläufig beschlossen, dass mein Medium der Blog ist und bleibt. Ich sage niemals nie, deshalb sage ich auch nicht, dass ich nie wieder zu Insta & Co zurückkehre. Aber im Moment tut es mir gut und mir fehlt nichts.

Die Aussendungen an Schulen machte ich weiter, habe allerdings von 20 wöchentlichen Briefen auf 10 Briefe runtergefahren, was einen ganz banalen Grund hat: das Porto. Ein Brief kostet 0,80 Euro und das mal 20 ging einfach zu sehr zu Lasten meiner finanziellen Möglichkeiten. Allerdings habe ich schon einige Lesungen aufgrund meiner ersten Aussendungen festmachen können, die Strategie geht also auf und ich freue mich riesig darüber. Soviel dazu, dass man ohne die sozialen Medien heute keine erfolgreichen Kontakte mehr knüpfen kann.

Jetzt will ich Euch aber noch verraten, welche Routinen und Regelmäßigkeiten ich mir im Rahmen meiner persönlichen 50 Tage Challenge noch so angeeignet habe bzw. was ich versucht habe, innerhalb dieser Zeit umzusetzen.

• schreiben
• sparen
• Weiterbildung
• neue Ideen
• raus gehen

• Haus & Garten

Klingt alles erstmal fürchterlich banal und viele von Euch werden vielleicht sagen das mache ich doch sowieso schon alles. Aber darum ging es mir nicht. Es ging mir darum, meinem persönlichen Chaos wieder eine Richtung zu geben, mich neu zu sortieren und vom ständigen Hin und Her und Auf und Ab wieder auf einen Weg zu kommen, der mir gut tut.
Täglich zu schreiben war mir ein riesiges Bedürfnis, zum einen notwendig, um weiter Bücher schreiben zu können, zum anderen aber auch, um wieder atmen zu können. Denn das Schreiben fehlt mir oft, wie die Luft zum Atmen. Und auch wenn ich durch meine Arbeit im Buchladen, meine große Familie, meinen Haushalt und viele andere Prioritäten manchmal fast keine Zeit habe, wollte ich, dass das Schreiben wieder in den Vordergrund rückt, dass es wieder zu einem festen und wesentlichen Bestandteil meines Alltags wird. Und das ist mir tatsächlich gelungen.
Zum Sparen schreibe ich Euch mal was in einem eigenen Finanz-Blogbeitrag, dazu gibt es so viel zu erzählen, das würde heute den Rahmen sprengen. Nur so viel: ich habe es tatsächlich geschafft, täglich einen gewissen Betrag nicht auszugeben, sondern zur Seite zu legen. Täglich.
Tägliche Weiterbildung ist auch ganz ganz wichtig für mich geworden. Sehr hilfreich sind für mich dabei die vielen spannenden Podcasts, die es so gibt. Eigentlich gibt es keinen Tag mehr, an dem ich nicht ein Hörbuch oder einen Podcast auf den Ohren habe. Das ist für mich die einfachste Form, aber auch fürs Lesen nehme ich mir noch viel Zeit, Zeit, die ich übrigens ebenfalls durch den Abschied von Instagram gewonnen habe.  ;-)

© Alice Gabathuler


Zu den neuen Ideen kommt demnächst auch noch ein eigener Beitrag. Ich habe da so ein paar Dinge im Hinterkopf, die ich umsetzen möchte, die aber eine gewisse Vorbereitung brauchen. Zum einen sind das natürlich Ideen für neue Bücher, zum anderen aber auch Ideen für ein paar berufliche Veränderungen. Im Rahmen meiner 50 Tage-Challenge hatte ich mir einfach vorgenommen, täglich diese Ideen weiterzuentwickeln und ein kleines Stückchen voranzutreiben. Auch das hat wunderbar funktioniert und Ihr dürft gespannt sein, was ich mir da so alles ausgedacht habe. Ab Januar geht es los.

Zum "Raus gehen": früher habe ich ja ohne Ende Sport getrieben, Triathlon, Laufen, Radfahren, Schwimmen, in irgendeiner Form war ich immer draußen unterwegs. Dann kam langsam Familie, Beruf, Alltagstrott und das "Draußen sein" wurde immer seltener. Natürlich bin ich noch spazieren gegangen, im Urlaub auch mal wandern, habe auch ab und zu eine Radtour gemacht oder immer mal wieder das Joggen angefangen. Aber so richtig viel draußen war ich nicht mehr.
Seit einigen Wochen ist das anders. Und es ist, als ob mich eine alte Sehnsucht gepackt hätte. Ich habe unbändigen Hunger nach "Draußen". Versuche, diesem Hunger täglich nachzugeben, bin viel unterwegs, viel zu Fuß, auch wenn ich mit Rad oder Bus fahren könnte, gehe fast täglich in den Wald, manchmal nur kurz, aber Hauptsache raus. Auch dazu werde ich Euch sicher noch das eine oder andere erzählen.

Das war es eigentlich im Wesentlichen.
Unterm Strich kann ich jetzt schon sagen:
Mir haben diese 50 Tage sehr dabei geholfen, mir über das eine oder andere klar zu werden, manche Dinge sind inzwischen schon Routinen geworden, andere hinterfrage ich und überlege, ob sie mir wirklich wichtig sind. Entscheidend für mich ist, dass ich wieder Kraft und vor allem auch Lust für die Zukunft habe, dass ich den Raum gefunden habe, neue Ideen zu entwickeln, wieder kreativ zu sein und aktuell ziemlich viel Elan habe, Dinge anzupacken. Und darüber bin ich sehr glücklich, denn das war mir lange Zeit verloren gegangen.

Um bei meinem beliebten Bild zu bleiben: es ist anstrengend, ich gehe gerade ziemlich steil bergauf, das geht nur langsam und mit etlichen Verschnaufpausen, aber es geht bergauf. Und ich sitze nicht länger irgendwo da unten im Geröllhaufen fest.

Ich freue mich auf einen spannenden Weg und darauf, dass Ihr mich dabei begleitet.




Donnerstag, 24. Oktober 2019

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Sebastião Salgado

Am vergangenen Sonntag wurde in Frankfurt der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Ich durfte an dieser Veranstaltung teilnehmen. Was für ein Geschenk!
Schon beim Betreten der geschichtsträchtigen Paulskirche wurde sichtbar, dass es sich in diesem Jahr um einen ganz besonderen Preisträger handelt. Rechts und links des Rednerpults zierten riesige Schwarzweißfotos die Wände. Zum ersten Mal in der Geschichte des Friedenspreises zeichnete der Börsenverein einen Fotografen aus: Sebastião Salgado
In der Begründung zu dieser Auszeichnung heißt es unter anderem, Saldago sei "ein Bildkünstler, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht."
Wim Wenders, der schon vor einigen Jahren mit seinem Film "Das Salz der Erde" eine eindrückliche Dokumentation über das Schaffen Saldagos veröffentlicht hat, unterstrich dessen Arbeit in seiner Laudatio als "Werk und Wirken des Friedens".
#f2f1e5
Anlässlich seiner Dankesrede ließ Sebastião Salgado am Sonntag sein gesamtes Fotografenleben Revue passieren. Immer wieder musste der Preisträger dabei seine eigenen Ausführungen unterbrechen, die er sichtbar ergriffen und nur unter Tränen verlesen konnte, während er davon berichtete, wie die Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten dieser Welt ihn selbst immer mehr verzweifeln ließen, bis er schließlich endgültig krank und gebrochen nach Hause zurückkehrte. Saldago appelierte an seine Zuhörer: "Irgendwie müssen wir neue Mittel und Wege des Zusammenlebens finden!" 
Zum Abschluss seiner Rede dankte Saldago seiner Ehefrau Lélia mit einer Liebeserklärung. Sie sei nicht nur "die schönste Frau, die ein Mann im Traum finden, küssen und heiraten könne", sie habe ihm durch ihre Liebe auch das Leben gerettet, als er aus Ruanda kam, "ein gebrochener Mann, heimgesucht vom Blut und vom Tod, dem ich begegnet war."

Nicht nur beim Preisträger flossen Tränen, auch viele ZuhörerInnen in der Paulskirche  ließen ihren Tränen freien Lauf und dankten Sebastião Saldago ergriffen mit sehr lange anhaltendem stehenden Applaus.       

Schaut Euch den Film von Wim Wenders an, eine kurze Zusammenfassung über das Leben und das Werk Saldagos findet Ihr aber auch HIER.
"Um eine andere Zukunft zu errichten, müssen wir die Gegenwart verstehen. Meine Fotos zeigen diese Gegenwart und so schmerzhaft der Anblick ist, wir dürfen den Blick nicht abwenden."

Einen Weg für sich selbst hat Saldago bereits gefunden. Zusammen mit seiner Frau Lélia hat er damit angefangen, den zerstörten Wald in seiner Heimat Brasilien wieder aufzuforsten. Über 3 Millionen Bäume hat das Ehepaar zusammen mit dem von ihm gegründeten Instituto Terra bereits gepflanzt.

Ich lege Euch die komplette Rede des Preisträgers so sehr ans Herz. Nachlesen könnt Ihr sie HIER

Ich selbst habe für mich beschlossen, dass ein Teil meiner Einnahmen zukünftig in dieses wunderbare Projekt fließen soll. Ein Projekt, das Hoffnung macht.



Montag, 21. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 9, 10 und 11

Gestern ging die Buchmesse in Frankfurt zu Ende, davon werde ich euch noch in Ruhe berichten. Heute erstmal zurück zu meiner persönlichen Challenge, meinen mir gestellten Aufgaben und wie es mir damit geht.
Die Routinen habe ich inzwischen ganz gut im Griff. Der regelmäßige Wasserkonsum fällt mir zwar immer noch schwer, weil ich einfach keinen Durst habe, aber ich halte mich trotzdem daran und fühle mich auch gut damit.
Heute geht es mir um ein Thema, das mich beruflich sehr umtreibt. Ihr wisst, ich lebe mehr oder weniger vom Schreiben, wobei die Haupteinnahmen zumindest bei mir nicht aus den Tantiemen für meine Bücher bestehen sondern aus den Honoraren, die ich für Lesungen in Bibliotheken oder Schulen bekomme. Ich bin also darauf angewiesen, dass BibliothekarInnen und LehrerInnen nicht nur meine Bücher kennen und von mir wissen, sondern mich auch zu Lesungen einladen.
Das heißt mit anderen Worten: Ich muss Werbung für meine Bücher und meine Lesungen machen, muss andere als Kunden akquirieren.
Das sagt sich leichter, als es tatsächlich ist. Deshalb war ich auch froh, als ich vor einiger Zeit bei einer Leseagentur untergekommen war, die sich um alles kümmern wollte. Eine Zeitlang war das auch eine feine Sache, aber inzwischen hat meine Leseagentin ihren Beruf als solche an den Nagel gehängt und ich stehe wieder ohne Agentur da. Und will eigentlich auch gar keine Agentur mehr. Nur heißt das eben, dass ich mich jetzt selbst wieder ins Rennen werfen muss, was zugegebenermaßen nicht immer einfach ist. Nur die wenigsten Veranstalter kommen von selbst auf mich zu und im Klinkenputzen bin ich nicht besonders gut.

© Mabel Amber

Trotzdem habe ich mir vorgenommen, genau das in nächster Zeit regelmäßiger zu tun. Ganz wunderbare Unterstützung habe ich hier durch einen meiner Verlage gefunden, nämlich durch den (Schul)Buchverlag Kempen. Der Buchverlag Kempen hat für mich in den letzten Wochen eine große Kiste Werbeflyer drucken lassen, die ich jetzt mit einem persönlichen Anschreiben versehen an Schulen aussenden kann. Per Post. Das könnte ich natürlich auch elektronisch machen, aber ich glaube einfach, wenn man einen Brief öffnet, einen Flyer in der Hand hat, der dann vielleicht auch noch eine Weile auf einem Tisch in einem Lehrerzimmer liegt, wird man eher aufmerksam, als bei einer Mail, die man so schnell einfach wegklicken kann.

• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten
• Finanzjournal
• 3 Liter Wasser täglich
• 10.000 Schritte 
• regelmäßig bloggen
• regelmäßig Instagram
• wöchentlich 20 Aussendungen


Deshalb habe ich mir vorgenommen, jede Woche mindestens 20 Aussendungen zu machen in der nächsten Zeit. Ob meine Methode erfolgreich ist, weiß ich noch nicht. Aber ich werde dran bleiben und euch dann davon berichten.
Und falls diesen Blogbeitrag zufällig eine Lehrerin oder ein Lehrer liest: Sehr sehr gerne komme ich mit meinen Büchern auch zu euch an die Schule, um daraus zu lesen und mit den Kindern über das Schreiben, die Geschichten und auch übers Büchermachen zu sprechen.


Freitag, 18. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 7 und 8

Es ist der Buchmesse Frankfurt geschuldet, dass ich im Moment so wenig Zeit zum Bloggen habe.
Trotzdem will ich euch ja weiter über meine Challenge auf dem Laufenden halten, im wahrsten Sinne des Wortes. Die täglichen 10.000 Schritte sind nämlich während der Messetage eine meiner leichtesten Übungen.
Es geht bei meinen Routinen aber nicht ausschließlich um genug Schlaf und ausreichend Bewegung. Ich habe mir auch andere Dinge vorgenommen, um nicht nur gesundheitlich sondern auch beruflich auf den Füßen zu bleiben. Zum einen möchte ich versuchen, wieder regelmäßiger zu bloggen. Das muss sicher nicht jeden Tag sein, aber die aktuelle 50 Tage - 50 Chancen Aktion hilft mir dabei, mich wieder an eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewöhnen. Das zweite Ziel ist eine stabile Community auf Instagram. In anderen sozialen Netzwerken bin ich nicht (mehr) unterwegs. Hierzu habe ich mir vorgenommen, möglichst täglich eine Story und mehrmals pro Woche einen Feed abzusetzen. Beides klappt noch nicht immer, aber ihr werdet mich in Zukunft öfter auf meinem Weg als Autorin begleiten können als bisher. 

• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten
• Finanzjournal
• 3 Liter Wasser täglich
• 10.000 Schritte 
• regelmäßig bloggen
• regelmäßig Instagram

Und weil ich jetzt schon wieder los muss, um heute die Buchmesse mit 10 (in Worten: zehn) Kindern zu besuchen, ist dies nur ein sehr kurzer Blogpost geworden. Aber immerhin darf ich heute in meiner Challenge hinter "bloggen" ein Häkchen setzen. Und warum ich die Messe mit so vielen Kindern im Schlepptau besuche, könnt ihr dann bei Instagram nachlesen.



Mittwoch, 16. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 6

So langsam komme ich mir in meinem eigenen Blog vor wie einer dieser Gesundheitsapostel, es tut mir leid, wenn ich auch bei euch so rüberkomme. Darum geht es mir gar nicht. Also schon um Gesundheit, um meine eigene, aber jede(r) muss ihren/seinen eigenen Weg finden, mit dem er klar kommt. 
Mir geht es mit meiner persönlichen 50 Tage Challenge mehr darum, einmal für mich festzulegen und zu definieren, welche Dinge mir wichtig sind, um in meinem Beruf als Autorin weiter zu kommen bzw. auf den Füßen zu bleiben, auch wenn die Branche einem manchmal den Boden unter selbigen wegziehen möchte. 
Und prompt tappe ich schon wieder in meine eigene Falle - ich schiebe Schuld von mir zu anderen, diesmal zur Buchbranche. Und genau das will ich nicht mehr tun. Wem du die Schuld gibst, dem gibst du die Macht. Ich muss es mir immer wieder neu sagen, fast wie ein Mantra, weil es so viel leichter ist, die Schuld bei anderen zu suchen oder sich auf der Schuld anderer auszuruhen. 

Schuld daran, dass ich mich viel zu wenig bewege, oft Kopfschmerzen und Rückenschmerzen habe, ist mein sitzender Beruf. Muss man ja träge und übergewichtig werden, wenn man den ganzen Tag sitzt. Das zumindest habe ich mir jahrelang gesagt. Und dabei ziemlich erfolgreich verdrängt, dass es eine Zeit in meinem Leben gab, in der ich täglich zwei Sportarten für Triathlon-Wettkämpfe trainiert habe, in der ich Marathon gelaufen bin, in der ich ca. 15 KG leichter war. Und das nicht etwa, weil ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun hatte, sondern trotzdem ich in dieser Zeit als Rechtsanwältin täglich viele Stunden hinter dem Schreibtisch in einem Büro gesessen habe. Es liegt also nicht am Beruf, sondern einzig und allein an mir. Und das soll sich ändern.

• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten
• Finanzjournal
• 3 Liter Wasser täglich
• 10.000 Schritte 

Ich werde allerdings nicht zurückkehren zum Leistungssport. Weniger mangels Zeit als mehr mangels Lust. Früher hat mich der Spaß am Wettkampf angetrieben, der Wunsch, mich zu verbessern, die Latte noch ein Stückchen höher zu legen. Diese Zeit ist für mich vorbei, der Hunger ist gestillt. Was mir geblieben istt: die Lust am Radfahren und die Freude am Draußensein.  


Mit dem Rad erledige ich inzwischen fast alle größeren Wege, selbst im Zug nehme ich das Rad oft mit, um dann am Zielort mobil zu sein. Jetzt möchte ich mich auch zu Fuß wieder mehr bewegen. Ein erstes Ziel, an dem ich seit einiger Zeit arbeite, sind 10.000 Schritte täglich. Ich habe schon gemerkt, dass ich dazu etwas mehr tun muss, als nur vom Schreibtisch zum Kühlschrank und zurück zu laufen. Ich habe damit begonnen, zu meiner Arbeitsstelle zu laufen, statt mit dem Rad zu fahren (nur ca. 3 KM), ich gehe oft am Abend noch mal eine kleine Runde um unseren Block, um mein Ziel auch wirklich zu erreichen. Für viele von euch mag das lächerlich sein. 10.000 Schritte sind nun wirklich keine sportliche Herausforderung. Aber ich spüre schon die Veränderung, denn es jeden Tag wieder und wieder zu schaffen, ist an manchen Tagen gar nicht so einfach. Steigern kann man sich immer noch. Aber selbst ein Marathon beginnt irgendwann mit dem ersten Schritt.





Dienstag, 15. Oktober 2019

Der Deutsche Buchpreis 2019 geht an .... Saša Stanišić

Offiziell eröffnet wird die Frankfurter Buchmesse 2019 erst heute. 
Die heimliche Eröffnung, die gar nicht so heimlich vonstatten geht, findet aber immer schon am Montagabend im Frankfurter Römer statt, wenn dort der Deutsche Buchpreis verliehen wird. 
Gestern hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, nicht nur live vor dem Fernseher, sondern tatsächlich live vor Ort dabei zu sein und es war toll.
Eine Messe ist ja immer auch ein bisschen ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, eine Branche feiert sich selbst, da macht die Buchmesse keine Ausnahme und es ist nur meiner persönlichen Begeisterung für das Medium Buch in dreifacher Hinsicht (als Autorin, Leserin und Buchhändlerin) geschuldet, dass ich mich unter den klirrenden Sektkelchen der Büchermenschen wohler fühle als unter denen der Computerfans (Cebit) oder der Autoindustrie (IAA). Rein äußerlich sind wir da eher alle gleich. 
Trotzdem war die Preisverleihung gestern im prunkvollen Kaisersaal des Römers für mich ein ganz besonderes Highlight. 
Der Deutsche Buchpreis 2019 ging an Saša Stanišić für seinen Roman "Herkunft". 

© privat


Soweit ich das von früheren Preisverleihungen her beurteilen kann, war der Applaus für einen Autor noch nie so deutlich, laut und langanhaltend wie gestern. Lediglich die Fernsehkameras im Rücken des Publikums verhinderten offenbar Standing Ovations. 
Schon bei der Vorstellung der sechs Buchpreiskandidaten erntete Saša Stanišić den kräftigsten Applaus

Am meisten beeindruckt hat mich aber die Rede des Preisträgers, der - so er selbst - gesundheitlich ziemlich angeschlagen war und nur unter einer Dröhnung Ibuprofen überhaupt an der Zeremonie teilnehmen konnte.

Ich hatte das Glück, später am Abend noch ein paar Sätze mit ihm wechseln zu können. Wir tauschten uns aus über seine Flucht als Jugendlicher nach Heidelberg und die Parallelen zu den Flüchtingsgeschichten, wie ich sie 1992 hundertfach in Hanau von bosnischen Kriegsflüchtlingen gehört habe, die ich damals - noch als Anwältin - mitbetreute. Und wir kamen überein, dass sich eigentlich für Menschen, die fliehen müssen, nichts geändert hat. Seine Rede lässt sich am besten in einem Satz zusammenfassen, den er selbst gestern gesprochen hat. 
Saša Stanišić sagte, dass er das Glück hatte, "dem zu entkommen, was Peter Handke in seinen Texten nicht beschreibt"

Die Preisrede im kompletten Wortlaut findet ihr HIER
lest sie. Unbedingt.


50 Tage - 50 Chancen Tag 5

Nachdem Ihr jetzt so ein bisschen einen Einblick in meine Morgenroutinen habt, wird es Zeit, dass ich Euch mal mit durch den Tag nehme. Ich bleibe noch ein wenig bei den Dingen, die ich für mich und meine Gesundheit mache, später kommen dann meine beruflichen Routinen dazu. 
Ich weiß nicht, wie Ihr es mit dem regelmäßigen Wasserkonsum haltet, ich bin offensichtlich ein Mensch ohne ein natürliches Durst-Warn-System. In meiner Jugend habe ich Leistungssport betrieben und hatte trotzdem nie Durst, was dann ab und zu zu katastrophalen Kreislaufproblemen geführt hat. In einem Türkeiurlaub musste mich einmal ein Arzt mit einem Glykosetropf retten, weil ich völlig dehydriert in der Hitze zusammengebrochen war. 


• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten
• Finanzjournal
• 3 Liter Wasser täglich

Daraus habe ich zumindest eins gelert: Auf das Warnsystem meines Körpers ist in Sachen Flüssighaushalt zwar Verlass, aber ich registriere die Zeichen erst, wenn er sie mir mit dem Holzhammer serviert.
Seitdem versuche ich, meine Wassermenge ganz bewusst zu tracken. Was andere also mit Links nebenbei machen, muss ich regelmäßig protokollieren, um es nicht wieder aus den Augen zu verlieren. Seit ein paar Monaten wird es besser, es tritt so etwas wie Routine ein, aber ich befürchte, wenn ich das Aufschreiben lasse, bin ich ganz schnell wieder am Anfang. Deshalb habe ich mir einen Trinkerinnerer als App auf mein Smartphone installiert und versuche, täglich 3 Liter Wasser zu schaffen. Meistens bleibe ich darunter, was völlig ausreichend und okay ist. Die Messlatte liegt bei mir immer ein bisschen höher, damit ich nicht zu früh aufgebe.
Wie ist das bei Euch? Schafft Ihr das mit dem regelmäßigen Wassertrinken?



Montag, 14. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 4

So langsam bekommt ihr hier einen Einblick in meine erste Stunde des Tages. Ein wichtiges Morgenritual habe ich euch noch nicht vorgestellt: Mein Finanzjournal

Genau genommen kommt das Finanzjournal von der wunderbaren Madame Moneypenny alias Natascha Wegelin, von der sicher einige von euch schon gehört oder gelesen haben. Falls nicht, solltet ihr das unbedingt nachholen, vor allem, wenn euch alles rund um das Thema Geld und Finanzen interessiert.

Bei mir war es so, dass meine Finanzen in den letzten Jahren immer weiter in den Keller gerutscht sind. Schuld daran waren verschiedene Faktoren, die ich hier gar nicht alle aufzählen möchte. Tatsache ist, dass meine Situation bei mir lange zu einer regelrechten Vogel-Strauß-Politik geführt hat, ein Verhalten, dass sicher auch einige von euch kennen. Ich habe meine Situation schlichtweg ignoriert, habe weggeguckt, statt das Problem aktiv anzugehen, habe im Stillen gehofft, dass sich das irgendwie von alleine erledigt. Oder dass ich vielleicht doch mal einen Bestseller lande und damit aus dem Schneider bin. Es hat eine Zeit gedauert, bis mir wirklich klar wurde, dass es a) so nicht funktioniert und auch b) so nicht weitergehen kann. Ich habe es ja schon in meinen allerersten Post zu dieser Challenge geschrieben: Zu lange war ich damit befasst, anderen die Schuld an meiner Misere zu geben. Bis ich kapiert habe: Das bringt mich nicht weiter. Egal, warum die Situation aktuell ist wie sie ist, rauskommen kann ich da nur ganz alleine. Und als ich das erkannt hatte, habe ich angefangen, mir professionelle Hilfe zu suchen. Dabei bin ich sehr schnell auf Madame Moneypenny gestoßen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen in die finanzielle Unabhängigkeit zu führen. Ich habe schon viel von ihr gelernt, bin noch sehr lange nicht am Ziel, aber ich bin - so glaube ich zumindest - auf dem richtigen Weg. Und dabei hilft mir nicht zuletzt ein kleines Tool, dass ich bei ihr gefunden habe: Das oben erwähnte Finanzjournal.


• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten
• Finanzjournal



Dieses Journal ist dazu gedacht, dich 90 Tage lang durch deine Finanzplanung zu führen, dir das Thema immer wieder bewusst zu machen und so dabei zu helfen, dass man den Focus nicht aus den Augen verliert und sich finanziell weiter entwickelt. Sicher schaffen das die meisten von euch auch so, ich hatte mich allerdings dermaßen verrannt, dass ich nicht wirklich einen Weg gesehen habe. Jetzt ist mein erster Griff nach den Morgenseiten der zum Finanzjournal, ich mache meine Einträge und nehme mir auch für jeden Tag eine Kleinigkeit in Sachen Geld vor, die ich anpacken will. Auch am Abend sind im Journal noch Einträge vorgesehen, sie sind das letzte, was ich abends vor dem Schlafengehen mache. 
Jetzt wisst ihr in etwa, wie ich meine erste Stunde des Tages fülle. Morgen geht es dann weiter mit den anderen Routinen, die ich mir so für mein "Reset" überlegt habe und die ich versuche umzusetzen. Ich freue mich, wenn ihr weiter dabei bleibt. 


Sonntag, 13. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 3

Heute geht es ein bisschen um meine Morgenroutinen. Ich habe bereits erzählt, dass mir die eine Stunde vor dem großen Gewusel hier im Haus heilig ist und ich mir bewusst den Wecker eine Stunde früher stelle. Nur was mache ich überhaupt in dieser Zeit?
Das erste: Kaffee kochen. Ohne Kaffee geht bei mir fast nichts und den ersten trinke ich am frühen Morgen noch im Bett.
Und dann kommt ganz automatisch der Griff zum Notizbuch. Ich schreibe meine Morgenseiten. 

• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen
• Morgenseiten

Dazu habe ich schon so viel erzählt, dass ich euch einfach mal meinen letzten Artikel zu den Morgenseiten HIER verlinke.

© Julia Cameron

Die Morgenseiten schreibe ich jetzt seit etlichen Jahren nahezu jeden Morgen und wenn ich sie mal nicht unterbringe, dann fehlt mir definitiv etwas. Dann bin ich lange nicht so entspannt, kreativ und gut gelaunt unterwegs wie sonst. In all meinen Schreibkursen plädiere ich für die Morgenseiten, wir üben das dort sogar, damit meine Schreibschüler*innen am eigenen Beispiel sehen, wie es funktioniert und wie viel Spaß es auch macht. Mein ältester Sohn Jan studiert Kunst und auch für ihn wurden die Morgenseiten zu einem hilfreichen Ritual, wenn es darum geht, die eigene Kreativität wach zu halten.
Inzwischen kenne ich total viele Menschen, die auf die #morningpages schwören. Falls ihr auch schon dazu gehört, erzählt mir doch mal in den Kommentaren davon. Und falls nicht, dann probiert es einfach mal aus.


Samstag, 12. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen Tag 2

Was hat mein Wecker mit meiner persönlichen 50 Tage-50 Chancen-Programm zu tun? In den vorangegangenen Posts habe ich euch erzählt, dass ich nach einer etwas chaotischen Zeit für mich beschlossen habe, meine nächsten 50 Tage etwas genauer zu planen und meiner Wanderung wieder eine etwas konkretere Richtung zu geben. Viele denken jetzt, ich hätte mir 50 Punkte überlegt, die ich spontan ändern möchte. Nein! Ganz und gar nicht. Ich habe mir ein paar Punkte überlegt, die mir einfach wichtig sind und die ich nicht aus den Augen verlieren möchte. Mit meiner privaten Challenge geht es mir mehr darum, diese Dinge auch 50 Tage lang regelmäßig umzusetzen und wieder zu Routinen zu machen (was sie teilweise schon lange sind oder einmal waren) davon zu erzählen.


Gestern habe ich euch darüber berichtet, dass ich aktuell versuche, mindestens 8 Stunden Schlaf jede Nacht zu bekommen. Das hindert mich aber nicht daran, auch Punkt 2 auf meiner Liste der Dinge, die ich umsetzen möchte, zu beachten.

• 8 Stunden Schlaf täglich
• 1 Stunde für mich jeden Morgen

Bestimmt habt ihr den Begriff "Magic Morning" schon irgendwo im Netz aufgeschnappt. Im Moment kursieren viele Berichte dazu, ganze Bücher werden geschrieben zum diesem Thema, auch "Morgenroutinen" könnt ihr einmal googlen. Witzig ist, dass ich diesen Magic Morning schon ziemlich lange zelebriere. Entstanden ist das Bedürfnis danach bei mir aus meiner Großfamilie heraus. Die meisten von euch wissen, dass ich 5 Kinder habe, von denen aktuell drei noch bei mir zu Hause leben. Als alleinerziehende Mama war ich spätestens ab 6:30 Uhr, wenn alle aufstehen und zur Schule mussten, rund um die Uhr gefordert. In dieser Zeit habe ich es mir angewöhnt, meinen Wecker eine ganze Stunde vor dem gemeinsamen Aufstehen zu stellen. Mein erster Schritt führt mich noch etwas schlaftrunken in die Küche, dort trinke ich zuerst ein großes Glas Wasser, dann mache ich mir einen Tee oder Kaffee und nehme diesen wieder mit ins Bett. Eine Stunde nur für mich. Das ist immer noch jeden Morgen wie ein Geschenk für mich. Mit was ich diese Stunde fülle, verrate ich euch in einem anderen Post. Wichtig für heute ist nur: An dieser Stunde halte ich so regelmäßig wie möglich fest. Und natürlich passe ich schon am Abend vorher meinen Wunsch nach acht Stunden Schlaf an die Aufstehzeit am Morgen an.
Wie sieht es bei euch aus? Praktiziert ihr auch einen Magic Morning? Was sind eure Morgenrituale?
Schreibt es mir gerne in die Kommentare.




Freitag, 11. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen: Tag 1

Einige von euch haben ja schon die wildesten Vermutungen angestellt, was es mit meinen eher undurchsichtigen Ankündigungen auf sich haben könnte. Ich hatte ja eigentlich schon im Vorfeld erzählt, dass es für mich in erster Linie darum geht, meiner Wanderung wieder eine etwas konkretere Richtung zu geben. Und das möglichst so - um beim Wanderbild zu bleiben - dass ich nicht den Blick verliere für die schönen Momente und Erlebnisse am Wegesrand, auch dann nicht, wenn der Weg mal ein wenig beschwerlicher wird.

Und dazu passt gleich Punkt 1 meiner Reise, ein Punkt, den ich schon seit geraumer Zeit versuche umzusetzen:

• 8 Stunden Schlaf täglich

Das mögen einige von euch jetzt banal finden oder nicht der Rede wert, aber für mich ist es tatsächlich ein ganz wichtiger Punkt. Ich hatte nämlich in letzter Zeit oft so viele Baustellen, dass ich vergessen habe, auch ein wenig auf mich zu gucken. Nicht selten bin ich beim Schreiben oder Lesen fast eingeschlafen oder ich habe mich zwar wach gehalten, aber eigentlich nichts Sinnvolles mehr aufs Papier gebracht. Irgendwann kam die Erkenntnis: Mir fehlt Schlaf. So banal das klingt, so schwer ist es, das auch umzusetzen. Immer ist noch irgendwas, das abends schnell erledigt werden muss. Oder ich hatte bereits einen langen Arbeitstag hinter mir und abends das dringende Bedürfnis, noch etwas anderes zu machen, einen Film zu gucken, auszugehen, mich einfach mit sog. Freizeit zu belohnen. Müde war ich aber dann trotzdem. Und am nächsten Tag oft unausgeschlafen, erschöpft, auch ohne viel zu tun, und launisch. Dann habe ich eine Zeitlang meine Schlafenszeit mal getrackt und dabei festgestellt, dass ich oft nur 5 oder 6 Stunden schlafe.


Das soll sich ändern und deshalb habe ich für mich beschlossen, ab sofort zu versuchen, mindestens acht Stunden Schlaf in jeder Nacht zu bekommen. Das heißt dann auch mal, sehr früh ins Bett zu gehen, wenn der Wecker am nächsten Morgen früh klingelt. Seit einigen Tagen mache ich das jetzt schon und es ist herrlich. Allein das Gefühl am nächsten Morgen, wach zu werden und sich ausgeschlafen zu fühlen, ist unbezahlbar. Mal schauen, ob ich es wirklich 50 Tage am Stück schaffe, jede Nacht acht Stunden Schlaf zu bekommen. Und mal schauen, wie es mir dann damit geht.


Donnerstag, 10. Oktober 2019

50 Tage - 50 Chancen

Diesen Titel habe ich einem neuen Kapitel in meinem Bullet-Journal verpasst. Vorausgegangen ist dem eine ganze Reihe von Frustmomenten. Ich will diese Moment und die Gründe dafür hier nicht im Einzelnen aufzählen, jedenfalls heute noch nicht. Fakt ist, dass ich irgendwann gestern da saß und mir selbst sagte: So geht es nicht weiter.
Bei diesem Entschluss ging es überhaupt nicht um Schuldzuweisungen, obwohl ich mich in einzelnen Kapiteln meines Lebens lange (zu lange?) mit solchen aufgehalten habe. Aber auch das habe ich in der letzten Zeit erkannt: Wenn ich irgendjemandem für irgendetwas in meinem Leben die Schuld gebe, gebe ich ihm damit auch die Macht. Ist ja ein alter bekannter Spruch. Wem du die Schuld gibst, gibst du die Macht. Und die will ich über mein eigenes Leben in all seinen Facetten doch gerne selbst haben.
Deshalb habe ich mich gestern hingesetzt und mir einmal aufgeschrieben, was ich eigentlich gerne erreichen will in den nächsten Wochen und Monaten, in welche Richtung meine Reise gehen soll, was mir wirklich wichtig ist und wofür ich die Verantwortung übernehmen will. (Ich glaube, meine Freundin Alice Gabathuler würde das "Auslegeordnung" nennen)  Herausgekommen sind eine ganze Menge Punkte, die ich versuchen will umzusetzen bzw. an deren Umsetzung ich bereits seit einiger Zeit arbeite. Gerade gestern kam übrigens von Alice hier eine Postkarte an, über die ich mich riesig gefreut habe. Alice wusste nichts von meinen Plänen, meiner neuen Bullet-Seite und meinen Überlegungen, aber besser hätte sie es mit ihrer Karte nicht treffen können.


Es geht nicht darum, riesige Berge zu bezwingen. Es geht mir mit diesem selbstauferlegten Programm mehr darum, meinem Leben wieder eine Richtung zu geben, eine Richtung, in die mich meine Freude am Schreiben, mein Spaß an Workshops und Lesungen, meine Lebensenergie sowieso ziehen.
Irgendwann habe ich einmal hier gesagt: Schreiben ist für mich wie Atmen. Dazu stehe ich auch heute noch. Aber mir ist in letzter Zeit ziemlich oft die Luft weggeblieben und mein 50 Tage - 50 Chancen - Programm soll mir dabei helfen, diese Atemluft wieder zu finden und in vollen Zügen durchatmen zu können.
Klingt alles ein bisschen verworren und kryptisch, ich weiß. Aber das muss euch für heute erst einmal genügen.
Ich habe mir nämlich vorgenommen, euch mitzunehmen auf diese Reise. Ich werde meine Wanderung zu meinen Zielen exakt 50 Tage lang dokumentieren, und danach werde ich sehen, wie weit ich gekommen bin und wie es weiter gehen soll. 50 Tage deshalb, weil spätestens Ende November im Buchhandel das Weihnachtsgeschäft boomt und ich als Teilzeitbuchhändlerin vermutlich nicht mehr die Zeit haben werde, täglich zu bloggen.
Aber bis dahin mache ich mich schon mal auf den Weg und ich freue mich natürlich über jeden, der mich dabei begleitet.



Dienstag, 8. Oktober 2019

Herbst im Kulturforum

Ich hatte ja meine Schreibwerkstatt für Kinder, die im Kulturforum Hanau stattfinden sollte, hier angekündigt. Inzwischen haben wir drei wunderbare Schreibvormittage in unserer Stadtbücherei verbracht. Wir haben gedichtet, tolle Geschichten geschrieben, Quatschtexte verfasst und Collagen. Und weil es gerade so schön herbstlich ist, haben wir zwischen den Schreibeinheiten jede Menge große bunte Blätter gebastelt, um einen richtigen Geschichtenbaum präsentieren zu können. Die Schreibwerkstatt hat uns allen riesigen Spaß gemacht, und mein Dank geht an dieser Stelle vor allem an das Kulturforum Hanau für die tolle Möglichkeit, die super Betreuung und den absolut perfekten Rahmen für diesen Workshop.


© privat

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Freitag, 6. September 2019

Schreibwerkstatt für Jugendliche

Immer wieder werde ich gefragt, wann ich mal wieder eine Schreibwerkstatt für Jugendliche in Hanau anbiete.
Die Antwort lautet: Jetzt in den Herbstferien.

Veranstaltet wird der Workshop vom Kulturforum Hanau und ich stelle Euch einfach mal den Ankündigungstext hier ein.

Ich freue mich auf viele TeilnehmerInnen!



Dichter dran“ – Schreibwerkstatt für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren mit Jutta Wilke, Kinder- und Jugendbuchautorin

An drei Vormittagen in den Herbstferien geht ihr mit Jutta Wilke auf Entdeckungsreise und sucht die Geschichten, die auf der Straße liegen oder im Verborgenen blühen.
Gemeinsam werdet Ihr mit euren Notizen und Skizzen Grundideen für spannende Plots sammeln und in verschiedenen Techniken üben, wie ihr diese Plots am besten literarisch umsetzen könnt.
Altersgruppe: 12 bis 15 Jahre
Voraussetzung: Spaß an Geschichten, Freude am Schreiben, ein Schreibblock und ein Stift.

Kosten: 30 € für alle drei Vormittage

Die Termine:
Montag, 30.9. 2019
Mittwoch, 2.10.2019
Montag, 7.10.2019

Jeweils von 10-13 Uhr im Kulturforum Hanau, 2. Stock, Kinderatelier
Anmeldungen bitte unter stadtbibliothek@hanau.de



Donnerstag, 29. August 2019

Auch das ist Hanau


Meine Heimatstadt Hanau hat nicht unbedingt den Ruf einer schönen Stadt. Gerade deshalb poste ich auf Instagram gerne Fotos unter der Überschrift "auch das ist Hanau". Die meisten Bilder entstehen ziemlich spontan auf meinem Weg von meinem Wohnviertel zur Innenstadt. Nur 3 KM und der Fluss Kinzig trennen mich von meinem Lieblingscafe,  von meinem Arbeitsplatz, dem Buchladen am Freiheitsplatz und von unserem Wochenmarkt. Eine Strecke, die ich meistens mit dem Fahrrad und oft auch zu Fuß zurücklege, immer an der Kinzig entlang, bis ich den Fluss auf einer kleinen Holzbrücke überqueren kann.
Gestern hatte ich mal wieder meine Kamera dabei - leider ohne Teleobjektiv - als ich mitten auf dem Wasser einen Kormoran entdeckte, der sich ganz offensichtlich sonnte. Und das nicht alleine, eine ganze Menge anderer Tiere leisteten ihm dabei Gesellschaft. Sogar eine Schildkröte paddelte fröhlich immer im Kreis um den großen Vogel herum. Schildkröten leben eine ganze Menge in der Kinzig. Und Nutrias, die übrigens zur Zeit Nachwuchs haben, der ein bisschen an planschende Meerschweinchen erinnert. Leider waren die Nutria-Babys zu weit weg, aber Papa-Nutria tat mir den Gefallen und schwamm für mich direkt unter der Brücke hin und her.
Viel Spaß mit den Fotos ... mitten aus Hanau.








Sonntag, 25. August 2019

#unteilbar gegen Rechts

Am 24. August 2019, eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg, demonstrierten rund 40.000 Menschen aus dem ganzen Land in Dresden gegen Rechts.
Aufgerufen hatte hierzu das Bündnis #unteilbar, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen den Rechtsruck in Europa, ein Zeichen für eine offene und soziale Gesellschaft.
Alle Hintergründe und auch Informationen könnt ihr in den sozialen Netzwerken und auch direkt auf der Seite von #unteilbar nachlesen.
Ich war dabei, bin glücklich, das erlebt zu haben, einen Tag in Dresden, der Mut gemacht hat. Und Hoffnung. Es war ein bunter, fröhlicher gemeinsamer Tag mit ganz jung und ganz alt. Ich habe natürlich Fotos mitgebracht und lasse euch einfach mal ein paar Eindrücke hier.